Gescheiterte Randungen

Ihr Feingeister meint, die Städte seien alternativlos aber voller Schenkungen.
Jede Ruhe, jede ruhige Idee ist für euch bereits ein Moment voller Kränkungen.
Wie Blutegel verwendet ihr eure Mediengeräte für stetige Hirndrucksenkungen.
Im Land der Freiheit wohnt ihr in alten Schränken voller Beschränkungen.

Euer Stress, die Medien, die Stadt verlassen inzwischen mit euch das Land.
Rändliche Routinen werden dumm, das Außen ein rückstandiger, dreckiger Fleck.
Ihr lasst nichts mehr zurück, glaubt an den kontinuierlichen Dauer-Verstand,
hütet penibel euren Einspruch, Medieneinbrüche, euer nervöses Gepäck.

Im Land der Freiheit wohnt ihr in dumpfen Strandungen.
Ihr wollt nicht mehr neu abheben, sondern die ewig alten Landungen.
Jede Stille wird zum Feind, ihr wollt Stadtrituale, Bandungen.
Ich will so nicht denken, denn ich liebe die Freiheit der Randungen.